Aus einem Riesenfindling, der im Himmelrych ausgegraben wurde, wurde dieser schmucke Brunnen geschaffen. Auch die Xaver Meyer AG war bei diesem Vorhaben involviert (Bilder: Therry Landis/Wohler Anzeiger/zvg)

Villmergen: Besucher aus der Eiszeit auf dem Dorfplatz

Bei Grabungen im Himmelrych kam ein zehn Tonnen schwerer Findling zum Vorschein. Er eignet sich ideal, um den alten Dorfbrunnen zu ersetzen. Die Xaver Meyer AG durfte bei dieser gelungenen Überraschung mithelfen.

Seit der Neugestaltung des Villmerger Dorfplatzes 2008 plätscherte hier Wasser aus drei Säulen, welche die drei einst hier stehenden Linden symbolisierten. Unter anderem wegen des hohen Wasserverbrauchs hatte die Gemeinde seit einiger Zeit darauf verzichtet, den Brunnen laufen zu lassen. Im Mai nun tat sich Geheimnisvolles auf dem Dorfplatz. Verborgen hinter einem Sichtschutz wurde gefräst und gehämmert. Ende Monat wurde das Geheimnis gelüftet: Villmergen hat wieder einen Dorfbrunnen.

Einst vom Gletscher ins Tal getragen
Bei Aushubarbeiten im Himmelrych war ein gewaltiger Stein gefunden worden. Dieser Findling, ein Gotthardgneis, wurde in der Eiszeit vom Gletscher nach Villmergen getragen. In Dottikon erhielt der gewaltige Brocken vom Steinmetz die nötigen Rinnen und Becken, in den letzten Tagen wurde der alte Brunnen durch die Xaver Meyer AG abgebaut, das neue Becken installiert und die Pflästerung wieder instand gestellt. Peter Meyer-Mäder, Bereichsleiter Bau, erzählt: «Wir wurden von Gemeindeammann Ueli Lütolf bei der Planung mit einbezogen und natürlich zur Geheimhaltung verpflichtet.» Christian Weber (Umbau+Fassaden) sorgte für den Abbruch und bereitete das Fundament vor, Dani Lang (Werkhof), Adrian Humbel (Chauffeur) sowie Peter Meyer legten Hand an beim Versetzen des Findlings. So stand der kleinen, aber feinen Einweihungsfeier im Beisein der Bevölkerung nichts mehr im Weg. Statt über die modernen Säulen fliesst das Wasser nun in geringer Menge über mehrere Ebenen durch den alten Findling nach unten. «Dieser Stein hat eine lange Reise hinter sich und fand im Himmelrych seine letzte Ruhe. Nun darf er auf unserem Dorfplatz die Menschen erfreuen», erklärte Ammann Ueli Lütolf bei der Einweihung. 
Auszüge aus dem Artikel «Besucher aus der Eiszeit» von Chregi Hansen, Wohler Anzeiger, vom 28.5.24
 


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